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Zwei Personen auf einem Holzsteg mit Blick über einen mauveblauen See.
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Innehalten. Weiterspinnen.

Kurze Texte, Zitate und Reflexionen – zum Wirkenlassen und Weiterweben. Ein wachsendes Mosaik, das fortlaufend ergänzt wird.

Mein Gegenüber wirklich erreichen

Was uns trennt, ist selten das Thema. Meistens ist es das Gefühl, nicht gehört zu werden.

In Beziehungen stoßen wir immer wieder an Grenzen — auch wenn Liebe, Freundschaft oder Verbundenheit vorhanden sind. Unausgesprochene Erwartungen, alte Verletzungen, Missverständnisse. Was als kleines Versehen beginnt, kann sich über die Zeit zu einem schmerzhaften Abstand verdichten.

Oft geht es dabei nicht um „das eine Thema". Sondern um das Gefühl: Ich werde nicht wirklich gesehen.

Empathisch kommunizieren bedeutet nicht, immer nett zu sein. Es bedeutet, sich selbst ernst zu nehmen — und unserem Gegenüber mit offenem Herzen zu begegnen. Bedürfnisse und Grenzen klar ausdrücken, ohne Vorwurf, ohne Rückzug.

Das ist erlernbar. Auch nach Jahren eingespielter Muster.

In Partnerschaft, Familien oder Beruf: Die Dynamiken sind unterschiedlich, die Grundfrage dieselbe — wie komme ich wieder in echten Kontakt? Mit dem anderen. Und mit mir selbst.

Alte Muster lassen sich verstehen. Neue Gesprächsbahnen lassen sich finden. Verbindung ist möglich — auch dort, wo lange Sprachlosigkeit herrschte.

Was wir an uns heranlassen

Nicht alles, was anklopft, muss hereingebeten werden.

Gefühle sind ansteckend — das ist keine Metapher, sondern Neurobiologie. Wir schwingen mit dem mit, was unser Gegenüber fühlt. Die gute Laune eines Kindes hebt die Stimmung. Die Sorgen eines Menschen, dem wir nahestehen, ziehen uns mit runter.
 

Als frischgebackene Psychotherapeutin musste ich zunächst lernen, mein inneres Gleichgewicht zu bewahren — mich einzufühlen, ohne mich zu verlieren. Mit der Zeit wurde mir ein entscheidender Unterschied klar: Empathie bedeutet, die innere Welt eines anderen Menschen zu berühren, ohne darin zu versinken. Mitleiden belastet beide — und hilft niemandem.

Was für Menschen gilt, gilt auch für Medien. Nachrichten, Social Media, Push-Benachrichtigungen — sie alle klopfen an. Und oft gewähren wir ihnen ungefiltert Einlass.

Dabei sind wir selbst die Türsteher.

Nicht Dauerberieselung, sondern bewusste Wahl. Nicht permanente Erreichbarkeit, sondern echte Ruhezonen. Das Schlafzimmer als stille Insel. Phasen des Nichtstuns — eine Notwendigkeit, kein Luxus.

Unsere Psyche reagiert sensibel auf negative Eindrücke — besonders auf emotionale Bilder. Wir können nicht verhindern, dass es all das gibt. Aber wir können entscheiden, wie viel davon wir an uns heranlassen.

So wie wir uns vor einer Infektion schützen, ohne den Kranken abzulehnen, dürfen wir auch lernen, uns emotional nicht anstecken zu lassen.

Ganzheit

Wir nehmen uns selbst — und andere — nie wirklich als Ganzes wahr. Wir denken in Teilen, fühlen in Ausschnitten. Mal stark, mal schwach. Mal klar, mal verloren. Was wir dabei übersehen: Die anderen Teile existieren weiter — sie warten nur im Hintergrund.

Was wir nicht wahrhaben wollen, schicken wir ins Exil. Doch was verdrängt wird, verschwindet nicht. Es wirkt — still, hartnäckig, und meistens genau dann, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können.

Individuum — das Unteilbare. Der Mensch ist als Ganzheit angelegt. Erst wenn wir alle Anteile zulassen — auch die dunklen, beschämenden, furchteinflößenden — können wir in Einklang mit uns selbst kommen.

Ganzheit ist kein Ziel. Sie ist eine Haltung — und sie macht eine Entscheidung notwendig: anschauen, was man nicht sehen mag.

An der Schwelle

Die Verlockung ist real: Zurückweichen ist vertraut — auch wenn es längst nicht mehr passt. Der nächste Schritt ist ungewiss. Also lieber erstmal stehenbleiben.

Doch je länger man wartet, desto unüberwindlicher erscheint die Schwelle — obwohl sie dieselbe geblieben ist.

Stillstand fühlt sich nach Sicherheit an. Ist es aber nicht.

Was will ich? Was will ich wirklich?

Diese Frage klingt einfach — die Antwort darauf ist es mitnichten. Aber wenn man an der Frage dranbleibt, sie immer und immer wieder stellt, und die Antwort reifen lässt, wird sie sich zeigen.

Dann beginnt die Hemmschwelle zu sinken. Nicht weil die Angst verschwunden ist — sondern weil etwas anderes stärker geworden ist.

Wie klingt dein Leben?

Der menschliche Körper ist Resonanzkörper — er gibt als orchestrierten Klang wider, was sich in unserem Leben abspielt.

Viele Menschen sprechen ihrem Körper eine überwiegend funktionale Rolle zu. Er soll funktionieren, nicht schmerzen. Was er zu sagen hat, bleibt sehr oft ungehört.

Dabei sind Fühlen, Denken und körperliches Empfinden drei verschiedene Kanäle — Brückenwärter zwischen Innen- und Außenwelt. Sie sprechen nur unterschiedliche Sprachen.

 

Die Körpersprache hat keine Vokabeln, sondern Empfindungen und Symptome. Der Verstand arbeitet linear und logisch. Die Gefühle gleichen einem unaufhörlichen Tanz — wie flirrende Luft im Gegenlicht der Sonne.

Erst im konstruktiven Miteinander dieser drei Ebenen können wir Zusammenhänge erkennen und unser vielschichtiges Innenleben besser verstehen.

Der Felt Sense — jene Wahrnehmung, die Körperempfindungen und Gefühle miteinander verschmilzt — ist dabei ein innerer Kompass. Er pirscht sich an intuitives Wissen heran, ohne es zu erzwingen. Er vermittelt die subjektive Empfindung von Stimmigkeit oder Unstimmigkeit — bevor der Verstand eine Erklärung findet.

Wir bräuchten nur die unterschiedlichen Sprachstile dieser drei Ebenen anerkennen — statt zu erwarten, dass sie sich in unserer Muttersprache zu Wort melden.

Wie die polynesischen Seefahrer

Ängste sind klug — sie erinnern uns an Möglichkeiten negativer Art und halten uns an, wachsam zu bleiben.

Die polynesischen Seefahrer kannten keine Karten. Keine GPS-Koordinaten, keine gesicherten Routen. Sie navigierten nach Sternen, Strömungen, dem Verhalten der Wellen — und dem Ziel, das sie im Sinn hatten.

Das Ziel war nicht dazu da, erreicht zu werden. Es war dazu da, in Bewegung zu kommen.

Das ist ein Bild, das trägt — besonders in Zeiten der Unsicherheit. Ängste dürfen bleiben. Ambivalenzen auch. Sie machen uns nicht schwach, sie machen uns flexibel. Wachsam. Lebendig.

Was hilft, ist eine innere Steuerungsposition zu finden — einen Ort in sich, von dem aus man beobachten, handeln und in Beziehung treten kann, wenn man möchte. Einen Ort, an dem negative Eindrücke nicht verschwinden, aber auch nicht überwältigen.

Von dort aus lässt sich fragen: Was will ich? Wohin will ich kommen? Welche Stärken trage ich in mir?

Es gibt keine falschen Schritte. Nur den nächsten.

Des Nachbarn Hammer

Behalten Sie Ihren Hammer.

— Paul Watzlawick

 aus: Anleitung zum Unglücklichsein

Ein Mann will einen Hammer ausleihen. Was in seinem Kopf passiert, bis er beim Nachbarn klingelt, hat mit dem Hammer längst nichts mehr zu tun.

Das ist kein Einzelfall. Das ist der Normalzustand.

In jedem Menschen laufen permanent Gedankenmuster ab — innere Bilder, Dialoge, Deutungen. Sie rauschen im Hintergrund wie ein schlecht eingestelltes Radio. Kaum wahrgenommen, selten überprüft. Und doch bestimmen sie, was wir von der Welt halten — und was wir ihr entgegenbringen.

Was uns durch die Außenwelt widerfährt, ist meist keine neue Erfahrung. Es sind Variationen alter Muster, die uns im Außen spiegeln, was sich in unserem Inneren abspielt.

Bewusstheit zu entwickeln bedeutet nicht, diese Muster zu bekämpfen. Sondern sie zu bemerken — mit einer Haltung des Beobachtens, ohne sofort zu urteilen oder zu reagieren.

Dann bleibt der Hammer ein Hammer.

Der Zipfel, den du packen kannst

Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauch entfalten sich die Seelen.

— Marie von Ebner-Eschenbach

Manchmal haben wir schon viel versucht, das Leben in neue Bahnen zu lenken — und trotzdem bleibt alles beim Alten.

Das ist kein Versagen. Es ist ein Hinweis.

Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist — wir sehen sie, wie wir sind. Durch Filter aus Erfahrungen, Überzeugungen, eingeschliffenen Mustern. Was wir für Realität halten, ist oft eine Variation der Vergangenheit. Und solange diese Muster unbewusst bleiben, wiederholen sich die Ergebnisse.

Krankheit, Konflikte, das dumpfe Gefühl, dass etwas nicht stimmt — das sind keine Zufälle. Es sind Einladungen. Das Leben zeigt uns, wo wir noch nicht hingeschaut haben.

„So kann es nicht weitergehen!" — genau das ist der Zipfel, den du packen kannst. Wer ihn festhält, wird gezogen. Aus alten Mustern heraus. In Neuland hinein.

Das Herz weiß oft, wohin es will.

Der Kopf braucht manchmal etwas länger.

Schleusen der Liebe

Die „innere Heimat" ist das Fundament, auf dem sich Halt, Sicherheit und Lebendigkeit entfalten können.

Wenn wir als Kinder nicht die liebevolle Aufmerksamkeit erfahren haben, die wir brauchten, suchen wir als Erwachsene noch lange danach — meist in unseren Partnern. Je verzweifelter die Suche, desto mehr verlieren wir uns selbst darin.

Dabei tragen wir den Schlüssel in uns selbst.

Liebe ist nicht außerhalb von uns. Wir sind Liebe — jeder Mensch ist eine Herberge der Liebe. Nur weil wir sie in uns bergen, kann sie zu anderen fließen. Wir geben und empfangen Liebe nicht, wir öffnen oder schließen die Schleusen für ihren Fluss.

Wie kommt es zu dazu? Es hängt mit Gewohnheit zusammen. Lieben lernen wir in vollkommener Abhängigkeit zu Bezugspersonen. Fließt dort wenig Liebe, setzt sich diese Grunddynamik im Erwachsenenalter fort — nicht weil keine Liebe da wäre, sondern weil man nicht weiß, wie sich die Schleusen öffnen lassen.

 

Vielleicht trägt irgendwann der Überdruss an Enttäuschungen dazu bei, dass das Suchen im Außen eingestellt wird. Das könnte sich als Chance entpuppen:

Ich beginne mich mir selbst zuzuwenden — voller Wärme, spüre mein Herz, höre tröstliche Worte, lass mich fallen, bin getragen … Liebe fließt in mir.

In dieser Umkehr der Blickrichtung liegt der Schlüssel. Man kann nichts nachholen — und doch gibt es einen neuen Weg. Mit der Zeit wächst, was man echten Selbstwert nennt: im Selbst verwurzelt sein und den eigenen Wert innen spüren.

Den inneren Kompass für Entscheidungen nutzen

Das emotionale Erfahrungsgedächtnis dient als Kompass — unser Verstand braucht emotionale Erfahrungen, um abwägen und entscheiden zu können.
 

Ein flaues Gefühl im Bauch. Druck auf der Brust. Oder: Wohlige Wärme. Ein inneres Juchhuh - wenn etwas stimmig ist.
 

Der Körper bewertet Situationen blitzschnell — oft bevor der Verstand überhaupt angefangen hat nachzudenken. Dieses emotionale Erfahrungsgedächtnis ist kein Hindernis für gute Entscheidungen. Es ist ihre Grundlage.

Verstand und Intuition sind kein Gegensatz. Der Verstand analysiert, die Intuition fasst zusammen, was sich der Analyse entzieht. Erst in ihrer Verbindung entsteht Entscheidungsqualität, die trägt.

 

Ein einfacher Dreischritt:

  ⬦ konzentriert nachdenken

  ⬦ dann loslassen und schlafen

  ⬦ dann intuitiv entscheiden

 

Das Unbewusste arbeitet ohnehin weiter.

Man muss ihm nur Raum lassen.

Wenn wir uns selbst lieben

Jemand der sich selbst liebt, bleibt gerne bei sich.

Er flüchtet nicht vor sich und gerade das befähigt ihn, auch beim Du zu verweilen.

Wer nicht bei sich zuhause ist, kann auch beim anderen keine Heimat finden.

— Aristoteles (zugeschrieben)

Wenn wir uns selbst lieben, leben wir nicht auf Kosten anderer. Wir brauchen andere nicht, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen - wir nähren sie selbst. Wir befreien dadurch nicht nur uns selbst, sondern auch das Gegenüber. Abhängigkeiten lösen sich, ohne dass andere überflüssig werden. Auf dieser Grundlage kann wahrhaftige Begegnung entstehen.

Sinn & Sinne_Essenztexte

Sinn und Sinne

Es sind unsere Sinnesorgane, die dem Bewusstsein vermitteln, was wirklich ist – nicht unsere Denkgebäude. Je mehr wir unserer sinnlichen Wahrnehmung vertrauen und aus ihr stimmige Schlüsse ziehen, desto größer ist der Gewinn: Orientierung, Sicherheit, Selbstvertrauen, Klarheit.

Ohne die Anbindung an unsere Sinne laufen wir Gefahr, uns zu verlieren - in Erwartungen, die andere an uns herantragen; in Zeitdruck, den wir uns fraglos überstülpen lassen; in Verpflichtungen, die uns auszehren. Im Hamsterrad bloßen Funktionierens kann der Sinn des eigenen Lebens abhandenkommen.

Nutzen wir hingegen unsere Sinne, um Günstiges von Ungünstigem zu unterscheiden und entsprechend zu handeln, entsteht Sinn – und mit ihm ein Gefühl von Stimmigkeit und innerer Ausrichtung.

Sinn (emp-)finden

Je zutreffender man seine eigene Tiefe zu deuten vermag, desto transparenter wird das eigene Leben

für einen selbst.

— Ken Wilber

Der Mensch braucht das Gefühl, in einen sinnvollen Zusammenhang eingebettet zu sein. So kann er Geborgenheit empfinden. Geborgenheit im Sinne eines wertvollen Daseins und im Zusammensein mit anderen. Geht dieses Gefühl verloren, entsteht eine existenzielle Leere, die an Seele und Körper zehrt. Sinn entsteht dort, wo wir wertschätzende Beziehungen pflegen: zu uns selbst, zu anderen Menschen und zur Welt.

Gedanken zur Paarbeziehung

Wahrscheinlich darf man ganz allgemein sagen, dass sich in der Geschichte des menschlichen Denkens oft die fruchtbarsten Entwicklungen dort ergaben, wo zwei verschiedene Arten des Denkens sich getroffen haben – Wenn sie sich nur wirklich treffen ...

— Werner Heisenberg

Heisenbergs Beobachtung beschreibt ein universelles Prinzip – das in Paarbeziehungen eine besondere Tiefe gewinnt: Wir denken nicht nur anders als unser Partner, wir fühlen, empfinden und nehmen die Welt auf je eigene Weise wahr.

Der „Bogenstrich, der wie aus zwei Saiten eine Stimme zieht“ (Rilke) versinnbildlicht jene Momente großer Harmonie. Doch wie sich in uns selbst harmonische und disharmonische Stimmungen abwechseln, ist auch der Gleichklang zweier Menschen immer von vorübergehender Dauer. Wie gut. Erst durch die Reibung des Dissonanten lässt sich das Schmelzende des Konsonanten wirklich erleben.

Sich für die Verschiedenheit zu öffnen, den anderen in seiner subjektiven Wahrheit zu sehen, zu hören und anzunehmen – das gehört zu den Grundpfeilern einer tragfähigen Partnerschaft. Es ist nicht leicht. Subtil versucht mal der eine, mal der andere, dies und das ein wenig zu beeinflussen – und das Feilschen beginnt.

Sind die Unterschiede zu groß, wird fruchtbare Wechselwirkung schwierig; ist man sich allzu ähnlich, bleibt das Miteinander flach. Erstirbt das offene, ehrliche Zwiegespräch, bekommen die Äste dieser Beziehung nicht mehr den nötigen Saft für neue Triebe.

Wie alles, was man erhalten möchte, erfordert auch eine Paarbeziehung kontinuierliche Pflege. Einander immer wieder offen, aufrichtig und mit echtem Interesse zu begegnen – das ist eine Herausforderung. Und zugleich die Einladung zu einem tiefen, erfüllenden Miteinander.

Wachsende Achtsamkeit – ein Weg

Ich gehe die Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig …

— Portia Nelson

Der folgende Text beschreibt poetisch, wie tief verwurzelte Muster uns prägen – und wie Achtsamkeit Schritt für Schritt neue Wege eröffnet. Veränderung beginnt nicht im Perfekt-sein, sondern im bewussten Wiedererkennen alter Gewohnheiten und der Bereitschaft, einen anderen Weg zu wählen.

1                                                                                                  

Ich gehe die Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich falle hinein.

Ich bin verloren … Ich bin ohne Hoffnung.

Es ist nicht meine Schuld.

Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

 

2

Ich gehe dieselbe Straße entlang.                                                   

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich tue so, als sähe ich es nicht.

Ich falle wieder hinein.

Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.

Aber es ist nicht meine Schuld.

Immer noch dauert es sehr lange herauszukommen.

 

3

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich sehe es.

Ich falle immer noch hinein - aus Gewohnheit.

Meine Augen sind offen.

Ich weiß, wo ich bin.

Ich habe es selbst zu verantworten.

Ich komme sofort heraus.

 

4

Ich gehe dieselbe Straße entlang.

Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.

Ich gehe drum herum.

 

5

Ich gehe eine andere Straße.

Autobiography in Five Short Chapters, aus: There‘s a Hole in My Sidewalk, Portia Nelson

Diese Sammlung wächst weiter. Vielleicht trägt der eine oder andere Gedanke dich ein Stück.

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