top of page
KPT Ablauf

Ablauf einer Online-Körperpsychotherapie

Online-Körperpsychotherapie ermöglicht auch per Video einen differenzierten Zugang zu Körperwahrnehmung, inneren Prozessen und emotionalen Mustern – in einem klar strukturierten Rahmen, der Orientierung und Sicherheit gibt. Wenn Sie wissen, was Sie erwartet, können Sie von Anfang an leichter ankommen und sich auf den Prozess einlassen.

1. Kostenloses Erstgespräch – Orientierung und Passung

Der erste Schritt ist ein kostenloser, unverbindlicher Kennenlerntermin von etwa 30 Minuten. Sie schildern Ihr Anliegen, ich erläutere meine Arbeitsweise – und wir prüfen gemeinsam, ob Online-Körperpsychotherapie für Sie der richtige Weg ist.

Typische Fragen in diesem Gespräch sind:

  • Was beschäftigt Sie gerade, was belastet Sie?

  • Was wünschen Sie sich – innerlich und im Alltag?

  • Was möchten Sie über den Ansatz oder die Zusammenarbeit wissen?

 

Viele Menschen erleben bereits das Erstgespräch als kleine Erleichterung – allein schon, weil sie ihr Anliegen einmal klar benennen können. Im Anschluss entscheiden Sie in Ruhe, ob Sie den Prozess beginnen möchten. Kein Druck, kein voreiliger Einstieg.

Ob Körperpsychotherapie grundsätzlich zu Ihrem Anliegen passt, erfahren Sie vorab im Artikel 
Online-Körperpsychotherapie - Für wen sie hilfreich ist.

2. Zielklärung - Was soll sich ändern?

Zu Beginn der Zusammenarbeit besprechen wir, woran Sie merken würden, dass sich etwas verändert hat - innerlich, körperlich oder im Alltag. Ziele müssen nicht perfekt formuliert sein. Wichtiger ist ein gemeinsames Verständnis davon:

  • Was belastet Sie schon längere Zeit?

  • Welche Muster wiederholen sich – innerlich oder im Außen?

  • Welche Ressourcen tragen Sie bereits in sich – und wie können wir diese weiter stärken?

Dieses Fundament macht den weiteren Prozess zielgerichtet und nachvollziehbar.​

3. Wie eine Sitzung in der Online-Körperpsychotherapie abläuft

Online-Körperpsychotherapie nach der HAKOMI®-Methode verbindet Gespräch mit bewusster Wahrnehmungslenkung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur das Was – Inhalte, Erlebnisse, Lebensgeschichte –, sondern vor allem das Wie: Wie hat sich eine Erfahrung in Ihrem Körpersystem niedergeschlagen? Wie beeinflusst sie bis heute Ihr Fühlen, Denken und Handeln?

Neben dem verbalen Austausch beziehen wir körperliche Empfindungen, innere Bilder, Erinnerungen, Impulse, Spannungsmuster und den Atem aktiv mit ein. Die Grundhaltung dabei ist Achtsamkeit: eine ruhige, nicht-wertende Aufmerksamkeit für das, was im gegenwärtigen Moment geschieht. 

Eine Sitzung umfasst typischerweise:

  • Ankommen

Was beschäftigt Sie gerade am meisten? Dieser erste Schritt schafft Präsenz – ohne Druck, ohne Agenda.

  • Fokus setzen

Wir wenden uns mit dem zentralen Thema bewusst nach innen und reichern Erfahrung an. Statt zu analysieren, wird das aktuelle Erleben eingeladen.

  • Körperwahrnehmung einbeziehen

Die Aufmerksamkeit wird gezielt auf Körperempfindungen gelenkt: Wo zeigt sich das Thema im Körper? Wie fühlt es sich an – als Spannung, Enge, Wärme, Leere ...?​

  • Verbindungen erkunden

Die Verbindung zwischen Körperreaktion, Gefühl und Gedanken wird behutsam erkundet. Hier zeigen sich tiefere, prägende Muster, die unbewusst im Hintergrund aktiv sind und oft eine selbstbegrenzende Wirkung haben.

  • Nachspüren

Nach intensiven Prozessabschnitten wird Raum zum Innehalten geschaffen. Was hat sich im Erleben verändert?​

  • Integration

Das Erlebte wird eingeordnet und in den persönlichen Kontext gestellt. Was nehmen Sie mit? Was dürfte sich im Alltag zeigen? Welche kleinen Änderungen will ich im Alltag erproben?

Ziel ist nicht eine von außen vorgegebene Veränderung, sondern das Freilegen Ihrer eigenen Ressourcen und Heilungsimpulse. 


Einen atmosphärischen Eindruck innerer Prozesse – wie sie sich von innen anfühlen können – vermitteln die → Resonanzräume.

4. Dauer, Rhythmus & Umfang

Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten. Dieser Rahmen bleibt bewusst offen, damit ein laufender Prozess nicht abrupt unterbrochen werden muss. Das Ende einer Sitzung findet sich erfahrungsgemäß organisch, wenn etwas wirklich abgeschlossen ist.

Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt von Ihrem Anliegen ab:

  • Klar abgegrenzte Themen lassen sich oft schon in 3–5 Terminen bearbeiten.

  • Tiefergehende Prozesse brauchen mehr Raum – Rhythmus und Häufigkeit ergeben sich aus dem Verlauf.

  • Es gibt keine Mindestanzahl an Sitzungen

Der Prozess bleibt transparent, und wir reflektieren regelmäßig gemeinsam, wie es weitergeht. Falls Sie das Online-Format noch nicht kennen, empfiehlt sich zunächst ein Einzeltermin – so bekommen Sie direkt ein Gefühl für Methode, Online-Setting und den zwischenmenschlichen Kontakt im Video-Format.

5. Technischer Rahmen

Die Sitzungen finden über eine datenschutzkonforme Videoplattform statt. Sie benötigen lediglich:

  • Eine stabile Internetverbindung

  • Einen ruhigen, ungestörten Raum

  • einen Laptop oder ein Tablet mit Kamera

​​

Eine besondere technische Ausstattung ist nicht erforderlich. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Setup ausreicht, sprechen wir das gerne im Vorfeld kurz ab.

6. Abschluss und Integration

Gegen Ende der Online-Körperpsychotherapie nehmen wir uns bewusst Zeit, das Erreichte zu integrieren. Ein guter Abschluss ist kein formaler Akt – er ist Teil des therapeutischen Prozesses selbst.

 

Gemeinsam reflektieren wir:

  • Was hat sich verändert – innerlich und im Alltag?

  • Welche Fähigkeiten und Ressourcen haben sich gestärkt?

  • Was trägt Sie künftig selbstständig weiter?

 

Ein klar gestalteter Abschluss unterstützt die innere Festigung und Resilienz. Bei Bedarf können später jederzeit einzelne Termine zur Auffrischung oder zur Begleitung neuer Lebensphasen vereinbart werden.

→ Methode und Haltung im Überblick: Körperpsychotherapeutin online

Bereit für den ersten Schritt?

Buchen Sie Ihr kostenloses Erstgespräch – unverbindlich und ohne Verpflichtung.

Weiterführender Artikel  Achtsamkeit

bottom of page