Claudia Hotzy
KÖRPERPSYCHOTHERAPEUTIN
Angst meldet sich selten ohne Grund. Sie ist ein Signal des Nervensystems, das gelernt hat, wachsam zu bleiben. Oft hat das eine Geschichte.
Ängste zeigen sich nicht immer als klare Bedrohung – auch als anhaltende innere Unruhe und unterschwellige Wachheit, die nicht nachlässt. Der Körper reagiert: Das Herz schlägt schneller, die Brust wird eng, der Atem flach. Auch dann, wenn äußerlich kein Grund dafür besteht.
Auf Dauer zehrt das an den Nerven. Wenn innere Alarmbereitschaft zum Dauerzustand wird, verengt sich der Blick – man sieht immer sofort eine vermeintliche Gefahr. Denn das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen realer und gefühlter Bedrohung.
Was hinter Angst und innerer Unruhe stehen kann
Der Ursprung liegt häufig in früheren Erfahrungen, in denen Sicherheit nicht verlässlich war. Diese Muster arbeiten still im Hintergrund und melden sich in Situationen, die für andere oft harmlos wirken.
Ein erster Schritt ist, die Sprache der Angst zu verstehen – vor allem, wie sie sich körperlich zeigt. Wer lernt, eigene Körpersignale achtsam wahrzunehmen, kann Angst einordnen. Es entsteht mehr Abstand – und damit weniger Gefahr, von diesen Gefühlen überwältigt zu werden.
Wie Körperpsychotherapie hilft
In der körperorientierten Psychotherapie schauen wir uns den Kontext Ihrer Angstgefühle an: Was löst sie aus? Wo zeigen sie sich im Körper? Welche älteren Erfahrungen klingen darin nach?
Wer die Hintergründe seiner Ängste versteht, gewinnt Handlungsfähigkeit zurück. Angst wird weniger zur Bedrohung, der man ausgeliefert ist, sondern zum Signal, dem man begegnen kann. Schritt für Schritt entsteht mehr Selbstregulation und mehr Spielraum im eigenen Leben.
Bei akuten Angststörungen empfehle ich die Begleitung durch eine kassenzugelassene Psychotherapeutin, da ich mit Angst lediglich im Kontext anderer Themen arbeite.
Wenn Angst im Zusammenhang mit anderen Themen auftaucht und Sie das genauer verstehen möchten, freue ich mich auf ein erstes Gespräch.